Meine Aroma-Vorsätze 2022

Wenn das frische Jahr so vor einem liegt, bietet es sich an ein paar Justierungen der Vergangenheit vorzunehmen, sich Ziele zu setzen, um das kommende Jahr zu einem noch besseren zu machen.



Die Verwendung ätherischer Öle ist auch prädestiniert dazu, immer wieder angeschaut, justiert und verbessert zu werden, gerade für Menschen, die wie ich beruflich mit den Ölen zu tun haben. Aber auch alle anderen, die Aromatherapie lieben und verschiedene Öle nutzen, kaufen, verwenden lohnt es sich, auf Nachhaltigkeit unterschiedlicher Ebenen zu achten und einfach mal loszulegen mit der Verbesserung. Zum Beispiel:


  1. Aufräumen. Wo in eurer Wohnung liegen überall Ölfläschchen herum? Nimm sie alle zusammen an einem hübschen Ort (ein Kästchen, ein Schränkchen, eine schön aufgeräumte Schublade...), beschrifte alles mit dem vermeintlichen 1. Öffnungsdatum oder Mischdatum, und deine eigenen Mischungen sowieso mit Namen, lateinischem Namen, Chemotypen und hab so einen super Überblick. So vermeidest du, das x-te Mal eine Mischung für – let’s say – Einschlafprobleme zu mischen.

  2. Ausmisten. Das bedeutet: nicht nur schauen, was da ist, sondern schauen, welche Öle angefangen sind, aufmachen, daran riechen, beurteilen. Bei olfaktorischem Zweifel (deine Nase weiß mehr als du denkst!): weg damit. Es gibt unzählige Foren und Beiträge, was man mit ätherischen Ölen nach deren therapeutischer Verwendung machen kann. Jedoch: manchmal ist nur der obere Tropfer oxidiert und riecht schlecht, das Öl ganz anders. Probiert das einfach aus.

  3. Warenwirtschaft“ (ein Clin-d’Oeuil an meinen Liebsten). Jetzt hast du geordnet, getestet, geschnuppert, die Öle, die nicht mehr gehen, wegsortiert. Super. Dann cluster deine Öle nach „lange haltbar“, „haltbar“, „schnell verwenden“, „andere Zwecke“. Schau, welche Rezepturen und Anwendungen du mit den „schnell verwenden“-Ölen machen könntest. Was du mit den „andere Zwecke“-Ölen machen kannst, z.B. im Haushalt. Versuch, im Rahmen des Möglichen und der gesundheitlichen Sicherheit so wenig wie möglich wirklich wegzuschmeißen, es sind unzählige Pflanzen notwendig gewesen, dir dieses Öl zu schenken.

  4. Weniger ätherische Öle kaufen. Ich habe im Moment 96 verschiedene ätherische Öle in meinem Schrank. Klar, die verwende ich auch therapeutisch, und manchmal ist das eine, ganz besondere Öl natürlich wertvoll. In der Regel jedoch gibt es andere Öle, die eine ähnliche Zusammensetzung haben oder auch genau den Wirkstoff, den ich für die Behandlung und Anwendung benötige. Ich habe mir vorgenommen, nur noch die Öle neu zu kaufen, die ich oft und wirklich unabänderlich benutze. Und das sind nicht 96!

  5. Keine ätherischen Öle fragwürdiger Herkunft oder gar bedrohter oder aussterbender Pflanzenarten kaufen! Jede/r von euch kann sich auf der Webseite der Organisation Airmid Institute die aktuelle Liste aromatischer Pflanzen herunterladen, die man NICHT kaufen sollte und darf! In der duftenden Welt der Aromatherapie wird in der Produktion überhaupt nicht immer nachhaltig gearbeitet, und es gibt viele Fälle, in denen Ernten ohne Berechtigung und mit langfristigen Schäden an der Natur getätigt wurden. Ich habe zum Beispiel ein Fläschchen Rosenholz in meiner „Sammlung“, aber ich weiß, dass es das letzte sein wird, das ich nutzen werde, weil es das Rosenholz vom Aussterben bedroht ist. Sieh auch nach und mach’s nach!

  6. Fairtrade-Öle kaufen. Viele auch sehr große Unternehmen beuten Natur und Menschen aus, es existieren jedoch auch tolle Beispiele von langjähriger Kooperation und Unterstützung von Anbaupartnern in der ganzen Welt. Oft unterstützen die verkaufenden Ölfirmen dabei ihre Partner, indem sie Saatgut für sie kaufen und einen bestimmten Preis beim Abkauf des Öls garantieren, der ein wirtschaftliches Handeln beim Partner möglich macht. Wenn durch Wetterkatastrophen ein Jahr sehr schlecht ausfällt bekommen die Partner in den Anbauländern Unterstützung. Man kümmert sich umeinander. Frag bei „deiner“ Ölfirma an, ob sie auch Partner haben und wie die Zusammenarbeit aussieht, welche Öle des Sortiments z.B.. von Partnern stammen.

  7. Regionale Öle, Produzenten und Partner wählen. Alles, was du regional kaufst, hat einen kleineren CO2-Abdruck. Das weißt du ja, und bei den Ölen ist es natürlich dasselbe. Wusstest du, dass z.B. Lavendel inzwischen schon in Deutschland angebaut wird? Dass es Aromatherapeut:innen gibt, die australisches Teebaumöl gegen Majoran eintauschen? Dass viele Pflanzenöle heimischer Pflanzen wie Raps, Sonnenblume bereits therapeutische Zwecke erfüllen, Mazerate wie Arnica- oder Johanniskrautauszug sowieso?

  8. Impulskäufe vermeiden. Klar, am Tester riechen ist immer interessant. Du solltest dir jedoch immer die Frage stellen: brauch ich das wirklich? Vielleicht ist es ja schon spannend genug, den Duft im Laden aufzunehmen, in der Nase und im Kopf zu verankern, und vielleicht doch nochmal nach Hause zu gehen und zu recherchieren: WAS ist das für ein Öl, WELCHE Inhaltsstoffe hat es, und habe ich ein ähnliches Öl zuhause (vom Duft, von der pharmakologischen Wirkung?). Vielleicht warte ich, bis das Öl, welches eine ähnliche Wirkung hat, aufgebraucht ist. Das schreibe ich hier nicht, um dir den Spaß zu verderben. Gar nicht. Nur ist meine Meinung: Staubfänger sind ganz blöd. Für’s Portemonnaie, für den Platz, für die Leichtigkeit im Kopf, und für die Nachhaltigkeit.

  9. Fortbilden. Mein Fobi-Jahr ist rund und kunterbunt: ich fahre auf zwei Konferenzen über Aromatherapie, eine in Frankreich, eine in UK, lerne dabei endlich mal die Wiege des Parfums, das französische Grasse kennen, lerne im Frühjahr zu Scent Communication und im Herbst Akupunktur zur Unterstützung der Aromatherapie... Es gibt so viel zu lernen rund um die Aromatherapie, ob als Anfänger oder Fortgeschrittene/r! Kauf dir ein fundiertes Buch wenn du gern liest, mach einen Kurs oder ein Seminar bei einer ausgebildeten Aromatherapeutin, mach dich selber auf die Suche nach Erkenntnissen, schreib das, was dir auffällt auf und teile es mit anderen Gleichgesinnten!

  10. Zeit zur Achtsamkeit nehmen – mit ätherischen Ölen. Mein letzter Tipp: denk an dich selbst! Nimm dir dein favorite oil und riech daran, atme tief ein.... und aus.... und ein... und aus.... Oft, öfter, am öftesten! (Ich wusste gar nicht, dass es so ein Wort gibt – gibt es vielleicht auch nicht) Denn wir vergessen alle gern mal, dass vor lauter Vorsätzen und Zielen und Bucketlists usw. wir auch einfach mal „wir“ sein können, jede/r für sich, einfach „ich“.


Genieß die Aromatherapie!

Deine Julia 🌸


PS: Kennst du mein Programm "AromaUpCycle"? Dort kannst du in einer individuellen Session deine ätherischen Öle mit mir besprechen und ihnen eine neue, sichere und für dich passende Verwendung finden! Infos dazu findest du hier: https://elopage.com/s/Julia-Falkenstein-Aromatherapie/aromaupcycle/payment

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