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Die Kraft der Aromatherapie: Putzmittel, versteckte Gefahren und die Beeinflussung des Immunsystems

Putzmittel sind ein allgegenwärtiger Bestandteil im Haushalt, der nicht nur von denen verwendet wird, die regelmäßig putzen, sondern auch von jenen, die sich selten mit Hausarbeit beschäftigen oder diese delegieren. Von Spülmittel und Geschirrspültabs über Waschmittel und eventuell Weichspüler bis hin zu Toilettenreinigern, Raumsprays und Schuhputzmitteln reicht die Palette. Diese Produkte kommen ständig und unmittelbar mit unseren Händen und oft auch mit anderen Oberflächen in Berührung, um unsere Umgebung sauber und hygienisch zu halten. Ob beim Abwasch, der Wäsche oder der Reinigung des Badezimmers – Putzmittel spielen eine entscheidende Rolle für ein gepflegtes Zuhause und tragen dazu bei, dass wir uns in unseren Räumen wohlfühlen und gerne sind.


In vielen dieser Putzmittel sind chemische und oft zu 100% synthetische Stoffe enthalten, einfach weil sie kostengünstiger herzustellen sind. Dazu gehören unter anderem Tenside wie Natriumlaurylsulfat in Spülmitteln und Waschmitteln, Phosphate in Geschirrspültabs, sowie synthetische Duftstoffe, die einen angenehmen Geruch erzeugen sollen. Es kostet nur einen Bruchteil, synthetische Stoffe zu verwenden, anstatt natürliche Alternativen zu nutzen, was für die Hersteller ein wirtschaftlicher Anreiz ist. So werden häufig chemische Zusätze genutzt, um die Effektivität der Reinigung zu verbessern und gleichzeitig die Kosten zu senken.3. Synthetische Putzmittel enthalten oft eine Vielzahl von chemischen Substanzen, die potenziell gesundheitsschädlich sein können. Einige Beispiele sind:

 

  1. Natriumlaurylsulfat (SLS) und Natriumlaurethsulfat (SLES): Diese Tenside können Hautreizungen und Allergien auslösen und sind oft in Spülmitteln, Waschmitteln und Reinigungsmitteln enthalten.

  2. Phosphate: Phosphate, die in Geschirrspültabs verwendet werden, können Umweltschäden verursachen und stehen im Verdacht, das Wachstum von Algen in Gewässern zu fördern.  

  3. Konservierungsstoffe wie Formaldehydabspalter: Diese Stoffe können allergische Reaktionen und Atemprobleme verursachen und sind manchmal in Reinigungsmitteln, insbesondere in Raumsprays, enthalten. 

  4. Duftstoffe: Synthetische Duftstoffe können eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen verursachen, von Kopfschmerzen und Atemwegsreizungen bis hin zu hormonellen Störungen. Sie sind in vielen Reinigungsmitteln enthalten, um einen angenehmen Geruch zu erzeugen.  

Es ist für jede/n wichtig, die Inhaltsstoffe von Putzmitteln zu überprüfen und gegebenenfalls auf Produkte mit weniger schädlichen Chemikalien umzusteigen oder auf natürliche Alternativen zurückzugreifen, um die Gesundheit von Ihnen und Ihrer Familie zu schützen.

 

Denn die Stoffe wirken direkt auf das Immunsystem, indem sie allergische Reaktionen auslösen, die Atemwege reizen und die Haut empfindlich machen können. Natriumlaurylsulfat (SLS) und Natriumlaurethsulfat (SLES) beispielsweise können die Hautbarriere schädigen und so das Eindringen von schädlichen Substanzen erleichtern. Phosphate können dazu beitragen, dass Allergene in die Luft gelangen und Atemwegsprobleme verursachen. Konservierungsstoffe wie Formaldehydabspalter können direkt allergische Reaktionen hervorrufen und das Immunsystem belasten. Die regelmäßige Exposition gegenüber synthetischen Duftstoffen kann das Immunsystem beeinträchtigen und zu einer erhöhten Anfälligkeit für allergische Erkrankungen führen. Insgesamt können diese Stoffe das Immunsystem schwächen und die Gesundheit langfristig beeinträchtigen.


Mit natürlichen Reinigern zu arbeiten ist daher nicht nur eine Alternative, sondern meiner Meinung nach unumgänglich. In der Welt der Aromatherapie bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, wirksame Stoffe einzusetzen, die nicht nur für Sauberkeit sorgen und Keime reduzieren, sondern auch das Immunsystem stärken können – und das alles verbunden mit einem angenehmen Duft! Natürliche Reinigungsmittel, die auf ätherischen Ölen basieren, bieten eine sanfte, aber effektive Reinigungslösung, die nicht nur die Umwelt schont, sondern auch die Gesundheit fördert. Welche sind das?

 

Ätherische Öle mit dem Inhaltsstoff Citral, beispielsweise Lemongrass, wirken aufgrund ihrer antimikrobiellen Eigenschaften, die dazu beitragen können, Bakterien, Viren und Pilze abzutöten, reinigend. Außerdem verleiht Citral Produkten einen frischen, zitrusartigen Duft, der oft als stimmungsaufhebend und auch „rein“ wahrgenommen wird. Was gibt es Besseres, wenn man gerade putzen muss?

 

Eugenol-haltige ätherische Öle (wie z.b. Nelke /Syzygium aromaticum) gehören zu den stärksten Keimabwehrern überhaupt. Es ist gegen viele Mikroben sehr hochwirksam und kann hervorragend zur Desinfektion verwendet werden. (Achtung: es ist auch hautreizend, beim Mischen ggf. mit Handschuhen arbeiten) Usw. Gleichzeitig deuten Studien darauf hin, dass Eugenol immunstimulierend wirkt, indem es die Produktion und Aktivität von Immunzellen, wie beispielsweise Makrophagen und Lymphozyten, erhöht. Eugenol ist außerdem ein starkes Antioxidans, das freie Radikale neutralisieren kann. Durch diese antioxidative Wirkung kann Nelkenöl bspw. dazu beitragen, oxidative Schäden an Zellen zu reduzieren und somit das Immunsystem zu stärken. Nelkenöl kann darüber hinaus Entzündungen im Körper reduzieren, was sich positiv auf das Immunsystem auswirken kann. Chronische Entzündungen können das Immunsystem schwächen, daher kann die entzündungshemmende Wirkung von Nelkenöl dazu beitragen, das Immunsystem zu unterstützen. Die antimikrobielle Wirkung von Nelkenöl kann nicht nur auf Oberflächen wichtig sein, sondern auch in unserem Körper Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze abtöten oder hemmen. Indem es das Wachstum von Krankheitserregern unterdrückt, kann Nelkenöl dazu beitragen, Infektionen vorzubeugen und das Immunsystem zu entlasten.

 

Thymian (Thymus vulgaris) putzt alles weg, von Bakterien über Viren bis Pilze. Der Chemotyp Thymol gehört zu den stärksten, Thymol und andere Inhaltsstoffe wie Carvacrol haben starke antimikrobielle Eigenschaften, sie hemmen das Wachstum der Keime in dem sie bspw. die Struktur der Oberflächen (Biofilm) stören, indem sie die Zellmembranen destabilisieren und die Zellwände schädigen. Forschungsergebnisse deuten außerdem darauf hin, dass Thymian die Virusreplikation hemmen kann. Auch Thymianöl hat immunstimulierende Wirkung durch die Erhöhung von Immunzellenproduktivität und -aktivität, durch Entzündungshemmung und seine antioxidative Wirkung.

 

Limonen ist eine chemische Verbindung, die in vielen Zitrusfrüchten vorkommt (Zitrone/Citrus limon, Orange/C. sinensis, Mandarine/C. reticulata, Bergamotte/C. aurantium ssp. Bergamia, Yuzu/C. yunos, Combava/C. hystrix, auch Grapefruit/C. paradisii…) und einen charakteristischen Zitrusduft hat, der uns allein bereits das Gefühl von Frische gibt. Die Ähnlichkeit mit dem Citral-Duft ist verblüffend, doch hat Limonen ganz eigene Wirkungen. So reduziert es beispielsweise Bakterien in der Raumluft, und kann die Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen wie Interleukin-6 und Tumornekrosefaktor-alpha hemmen. Außerdem hat es ebenfalls immunmodulatorische Wirkung auf die Aktivität bestimmter Immunzellen.

 

Dann gibt es die Nadeldüfte (wie Kiefer/Pinus sylvestris, Zeder/P. cembra, Tanne/Abies alba etc.), die vielfach auch in "gesund wirkenden" Mischungen verwendet sind. Traditionell wurden Nadelbäume aufgrund ihrer natürlichen desinfizierenden Eigenschaften traditionell für die Reinigung und Desinfektion verwendet. Sie wurden oft zu duftenden Besen und Bündeln gebunden und in Räumen aufgehängt oder auf den Boden gelegt, um einen angenehmen Duft zu verbreiten und gleichzeitig Keime zu reduzieren. Die ätherischen Öle, die aus den Nadeln freigesetzt werden, können Bakterien und andere Krankheitserreger abtöten oder hemmen. Auch in der Sauna wird mit diesem Effekt gearbeitet. Nadelöl enthält verschiedene Verbindungen, darunter ätherische Öle wie Alpha-Pinen und Beta-Pinen, welche entzündungshemmende Eigenschaften haben können. Indem sie Entzündungen reduzieren, könnten diese Verbindungen dazu beitragen, den Heilungsprozess von Wunden zu beschleunigen und natürlich auch das Immunsystem entlasten oder stärken. Auch sie wirken antioxidativ und antimikrobiell.

 

Und last but not least ist mein Traditionsöl Teebaum (Melaleuca alternifolia) ein guter Putzmeister (er oxidiert auch relativ schnell und kann dann erst recht für die Hauspflege aufgebraucht werden). Es wirkt wegen seines Gehalts an Terpinen-4-ol, der antibakterell, antifungal und antiprotozoal wirkt. Der Inhaltsstoff kann auch in Majoran, Muskatnuss, Thymian (Thujanol & Linalool), Wacholder und Pistazienmastix gefunden werden. Terpinen-4-ol gilt als natürliches Antibiotikum und hat außerdem antitumorale Auswirkungen auf Prostata- und Gastrointestinal-Malignome gezeigt.

 

Dieser Überblick zeigt die Wirksamkeit von ätherischen Ölen gegenüber Keimen, und ihren Benefit für das menschliche Immunsystem. Wir sollten also auf sie statt auf synthetische Inhaltsstoffe setzen um gestärkt und gesund zu bleiben oder zu werden..

 

Für DIY-Produkte mit ätherischen Ölen können die Anzahl der Tropfen je nach persönlichen Vorlieben, der gewünschten Duftstärke und der Art des Produkts variieren. Hier sind einige allgemeine Richtlinien:

 

a) Spülmittel:

  • 10-20 Tropfen ätherisches Öl pro 500 ml Spülmittel

  • Natürliche Zutaten: Flüssigseife (z.B. Castile Seife), Wasser, optional: Essig, Zitronensaft

 

b) Geschirrspültabs:

  • 5-10 Tropfen ätherisches Öl pro Geschirrspültab

  • Natürliche Zutaten: Backpulver, Zitronensäure, Salz, optional: Natron, Wasser

 

c) Oberflächenspray:

  • 10-20 Tropfen ätherisches Öl pro 500 ml Wasser

  • Natürliche Zutaten: Wasser, Essig, optional: Alkohol (z.B. Wodka), Zitronensaft, mildes Flüssigseife


d) Bodenreiniger:

  • 20-30 Tropfen ätherisches Öl pro 1 Liter Wasser

  • Natürliche Zutaten: Wasser, Essig, mildes Flüssigseife, optional: Alkohol (z.B. Wodka), Zitronensaft

 

e) Waschmittel:

  • 20-30 Tropfen ätherisches Öl pro 1 Liter Waschmittel

  • Natürliche Zutaten: Waschsoda, Natron, Kernseife (gerieben oder flüssig), optional: Waschmittelkristalle, Soda

 

f) Raumspray:

  • 20-30 Tropfen ätherisches Öl pro 100 ml Wasser oder Alkohol (z.B. Wodka)

  • Natürliche Zutaten: Wasser, Alkohol (optional), optional: Natron, ätherisches Öl als Emulgator (z.B. Polysorbat 20)

 

g) Ambientestäbchen:

  • 10-15 Tropfen ätherisches Öl pro 100 ml Trägeröl (z.B. Mandelöl)

  • Natürliche Zutaten: Trägeröl (Mandelöl, Jojobaöl, etc.), Bambusstäbchen

 

Es ist wichtig, die ätherischen Öle vorsichtig zu dosieren und sich an die angegebenen Mengen zu halten, um eine Überdosierung zu vermeiden und eine angenehme Duftintensität zu erreichen.An dieser Stelle kommen nur generelle Tipps zur DIY-Produktion von Haushaltsreinigern mit ätherischen Ölen, viele Rezepturen bieten Anbieter wie smarticular.net oder meine Kollegin Margarethe Ahrer von Aroma1x1 🫶

Viel Spaß beim Immunsystemstärken!

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